Im Moment sieht es so aus, dass die Verantwortlichen vom BVU den Partizipationsprozess doch ersthafter nehmen, als es nach der ersten Sitzung der Begleitgruppe den Anschein erweckt hatte. Die Mobilitätskonferenz in Baden war grösstenteils positiv bewertet. Das ist nicht ganz selbstverständlich, es ist ja für alle Beteiligten ein neuer Weg. Es braucht noch etwas mehr Transparenz - z.B. dürften die Protokolle der Behördendelegation nicht unter Verschluss gehalten werden, sondern sollen allen Teilnehmern von MoK frei zugänglich sein. Wir ziehen ja alle auf demselben Strang, oder?
 

Die erste ePartizipation zwischen dem 3. und 16. Oktober hat eine ansehnliche Menge interessanter Beiträge gebracht. Sie können gelesen und evtl. rauskopiert werden. Hier der Link:

partizipation-gvk-baden-umgebung.ag.ch/de/mok/participant

 

Jetzt kommt es darauf an, ob und wie die 232 Rückmeldungen zu den Planer-Thesen und die 890 (!) Beiträge zu Generellen Einschätzungen der Mobilität im Planungsprozess und in der Strategie Aargauer Mobilität ernst genommen, ausgewertet und einbezogen werden.

 

Einen interessanten Blick auf die Situation im Ausbau der nationalen Straseninfrastruktur bietet dieses Dokument:

www.f-s-u.ch/wp-content/uploads/2022/05/STEP_FSU.pdf

 

In verschiedenen Ländern ist in mehreren Agglomerationen "Shared-Space" bereits Wirklichkeit. Wann wird es in der Schweiz ein Projekt geben?:

de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Shared-Space-Projekte

 

Stinkt der Fisch vielleicht wieder einmal vom Kopf?:

www.svp.ch/partei/positionen/vernehmlassungen/vorlage-zum-zahlungsrahmen-nationalstrassen-2024-2027-zum-ausbauschritt-2023-fuer-die-nationalstrassen-zum-verpflichtungskredit-und-zur-anpassung-des-bundesbeschlusses-ueber-das-nationalstra/

Diese Webseite fühlt sich natürlich weder mit der SVP noch mit keiner anderen Partei verbunden, sondenr allein der Fakten verpflichtet.

 

Liegt vielleicht hier der 'Kern des Pudels'?:

www.google.ch/search?q=Verkehrliche+Entwicklung+auf+den+Nationalstrassen+und+Engp%C3%A4sse&newwindow=1&sxsrf=ALiCzsbJAK-DlARonFA3r6fhnO9WmXQ7nw%3A1666352144228&source=hp&ei=EIRSY6yzCriK9u8PiKGKgA8&iflsig=AJiK0e8AAAAAY1KSIEtOOzA7nZevOZe4z6TvgBG6eQNY&ved=0ahUKEwis-_68nfH6AhU4hf0HHYiQAvAQ4dUDCAg&uact=5&oq=Verkehrliche+Entwicklung+auf+den+Nationalstrassen+und+Engp%C3%A4sse&gs_lcp=Cgdnd3Mtd2l6EANQAFgAYIIIaABwAHgAgAFliAFlkgEDMC4xmAEAoAECoAEB&sclient=gws-wiz

Zitat: "...Seit 2015 stieg die Fahrleistung auf den Nationalstrassen langsamer an als auf den übrigen Strassen. Diese Entwicklung lässt vermuten, dass die Nationalstrassen seither nicht mehr in der Lage waren, das Verkehrswachstum flächig im gewohnten Umfang aufzunehmen, und dass die zunehmenden Engpässe 2/3 ASTRA-D-20623401/3710 punktuell zu Verdrängungseffekten auf das nachgelagerte Strassennetz geführt haben.1 Mit den gezielten Erweiterungen des Nationalstrassennetzes soll der Verkehr wieder über die Nationalstrasse geführt werden. Damit können Städte und Gemeinden vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Dies schafft Raum, um den öffentlichen Verkehr sowie den Veloverkehr zu fördern und die Verkehrssicherheit zu verbessern. ..."

und

"Jahr 2040 ohne weitere Gegenmassnahmen rund 453 Kilometer regelmässig überlastet sein. Davon entfallen 145 Kilometer auf die Problemstufe I, 141 Kilometer auf die Problemstufe II und 167 Kilometer auf die Problemstufe III. Die schwerwiegendsten Engpässe werden in den grossen Städten und Agglomerationen erwartet. Hauptursache dafür ist die Überlagerung des überregionalen Verkehrs mit dem Ziel-, Quell- und Binnenverkehr der grossen Städte und Agglomerationen. "

 

ASTRA sieht von der steigenden Überlastung der schweizerischen Strassennetzinfrastruktur weg. Diese wird als Ursache vom "Stau" bzw. "stockenden Verkehr" gar nicht erwähnt (!), obwohl immer bedeutungsvoller. Siehe Zitat aus www.astra.admin.ch/astra/de/home/themen/nationalstrassen/verkehrsfluss-stauaufkommen/definitionen.html:

...Verkehrsüberlastung:

  • Eine Überlastung liegt dann vor, wenn die Kapazitätsgrenze einer Verkehrsanlage überschritten wird.

Stauentstehung

Für die Entstehung einer Verkehrsstauung sind zwei Ursachen auszumachen:

  • Ein geringerer Durchsatz
  • Ein höheres Verkehrsaufkommen...
ASTRA kann sich natürlich nicht gegen UVEK-Doktrin stellen, die den Strassenausbau seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigt und  tabuisiert. Der Fisch stinkt vom Kopf...