Zum Richtplan Mobilität Kanton Aargau

Der Kanton Aargau geht die zunehmenden Probleme mit der Mobilität mittels der Mobilitätsstrategie "mobilitätAARGAU" an, die am 13. Dezember 2016 beschlossen wurde und die kantonale Verkehrspolitik für die nächsten zehn Jahre mit einem Planungshorizont bis 2040 aufzeigt. Wie weit sind wir heute? Wie sieht die Planung aus? Das versucht diese Seite zu zeigen.

 

Mobilitätsstrategie ‘MOBILITÄT AARGAU’

  1. mit Raumkonzept Aargau abstimmen
  2. Nutzung des Verkehrsangebots fördern
  3. Verkehrsinfrastrukturen  bauen, betreiben und erhalten

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau schafft wichtige Rahmenbedingungen für einen lebenswerten und wirtschaftlich starken Kanton Aargau. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Verkehrsinfrastrukturen, die Raumentwicklung, die Energie sowie um die Natur und Umweltbelange.

 

OASE

Da das Projekt OASE am Widerstand der betroffenen Gemeinden und deren Bewvölkerung gescheitert ist, beginnt man neu und hat ein neues Partizipativverfahren definiert (siehe FAQ), statt damaliger Vernehmlassung. In Letzterer gab es u.a. :

  

Offener Brief an Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau

In “Raumentwicklung Aargau“ steht: …“Der Kanton Aargau ist attraktiver Wirtschafts-, Wohn- und Lebensraum. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, ist eine abgestimmte Entwicklung dieser Räume wichtig.“ OASE war dem Anspruch “Regionales Gesamtverkehrskonzept (rGVK) für den Ostaargau mit Zeithorizont 2040“ nicht gerecht.

Die Verkehrsinfrastruktur Ostaargau lässt sich auf den engen Raum Baden-Brugg nicht reduzieren.  

Bloss einen Ausschnitt strategisch zu planen gelingt kaum. Die geplante Strassenentwicklung jenseits der aargauischen Kantons- und Landesgrenze wird durch die angelegten “Scheuklappen Baden-Brugg“ ausgeblendet und ignoriert.  Der “Kantonale Richtplan“, hält fest:

…“D. Das Kantonsstrassennetz ist auf die Auswirkungen der grenznahen Hochrheinautobahn A98 in Deutschland abzustimmen.

    E. Der Kanton Aargau setzt sich dafür ein, dass die A98 in Deutschland bis zur A50 bei Glattfelden, Kanton Zürich, verlängert wird.“…

Trotz der enormen und guten Planungsarbeit spürte man in OASE nichts davon. Das künftige Verkehrsaufkommen zwischen der deutschen A98 und der A1 / A3 lässt sich durch Ostaargau mit dem Martinsbergtunnel bestimmt nicht optimal durchschleusen.

Könnte etwa eine neue Transitverbindung mit Tunnels, Brücken und überwachsenen Strassentarnabdeckungen nicht nur Brugg und Baden, sondern auch die übrigen betroffenen Agglomerationen unter minimaler Landschaftsbeeinträchtigung nicht wirksamer entlasten? Könnte vor Untersiggenthal, wo die bestehende Strasse von Koblenz nach Ost-Süd-Ost abbiegt, ein neuer Anschlusspunkt entstehen? Wäre der zweite Anschlusspunkt in Hausen am bestehenden Autobahnzubringer vorstellbar? Wäre diese kürzeste Autobahnverbindung A98-A1/A3 (s. Pfeil) vielleicht einer näheren Analyse wert?

Dieser Brief blieb unbeantwortet. Diese Idee wurde von BVU nie als eine Variante in die Planung aufgenommen. Warum?: Brugg, Baden und unteres Aaretal sind als separate Planungsräume durch "Perimeter" in "Teilprojekte" getrennt. Die Realität sieht anders aus. Ohne grossräumige Planunungssicht kann kein für Ostaargau und Kanton optimales Gesamtverkehrskonzept entstehen.